Tradition und Moderne vereint beim K+K-Cup

WN 08.12.2015

Ein Herzstück des K+K-Cups ist die Bauernolympiade. Für die Mannschaftskür am Donnerstagabend sind die Karten restlos vergriffen. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Countdown läuft. In vier Wochen, direkt nach dem Jahreswechsel, ist die Halle Münsterland wieder der Anziehungspunkt für Reiter. Fünf Tage lang gibt es großen und kleinen Sport beim K+K-Cup, dessen Herzstück einmal mehr die Bauernolympiade ist. Aber auch namhafte Größen haben ihr Kommen zugesagt.

Von Michael Schulte

Wenn eine Traditionsveranstaltung nicht nur lange existiert, sondern auch extrem gut läuft, dann kann sich schnell eine gewisse Zufriedenheit einschleichen. Im Fall des K+K-Cups in der Halle Münsterland wäre das sogar nachvollziehbar. Immerhin besitzt das Reitturnier zum Jahresanfang nicht nur einen hohen Stellenwert vor Ort, sondern strahlt auch spürbar in die Region aus. Die Konsequenz: Karten verkaufen sich fast von selbst, Sportler stehen Schlange, und die Sponsoren zeichnen sich durch langjährige Treue aus. Die Zahl der Aussteller hat sich bei 80 eingependelt, an Besuchern dürften zwischen dem 6. und 10. Januar 2016 erneut mehr als 20 000 zu begrüßen sein. Auf diese Weise lässt sich der 700 000-Euro-Etat stemmen, sodass Turnierchef Oliver Schulze Brüning schon einen knappen Monat vor dem Turnierstart einen absolut entspannten Eindruck macht. „Wir wissen, dass wir ein gutes Produkt anbieten. Und wir sind froh, dass dies von allen Seiten genauso gesehen wird.“

Dennoch kommt niemand vom Reiterverband Münster auf die Idee, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. „Wir wollen am Bewährten festhalten, sind aber Neuerungen gegenüber durchaus aufgeschlossen“, beschreibt Schulze Brüning die Einstellung der Veranstalter. Neue Wege zu beschreiten, das war vor Jahresfrist das Thema. Vom Haupteingang wurde der Besucher zuerst in die Messehalle Nord geführt, wo er sich an einigen Ausstellern und dem großen Dressursport erfreuen konnte. Für manchen Gast bedeutete das ein „Aha-Erlebnis“ der besonderen Art: „Ihr habt hier ja noch ’ne Halle“, hat nicht nur Schulze Brüning einige Male gehört. Weiter ging es dann über Ausstellerhalle (und Weinstand) in die große Halle, die in erster Linie dem Springsport vorbehalten ist.

Bewährtes Konzept

Da sich dieses Konzept bewährt hat, wird daran festgehalten. Weil die Besucher bewusst Sport in zwei Hallen erleben, die Aussteller überall wahrgenommen werden und das Turnier somit zu einer Einheit zusammenwächst.

Auch der bisherige Zeitplan bedarf keiner Korrektur, sodass es wieder von Westfalentag über Bauernolympiade hin zum großen Sport in Viereck und Parcours geht. Schmankerl am Freitagabend ist das Gespannfahren mit vielen flitzenden Ponys, am Samstag wird der Abend mit einem Kostümspringen abgerundet. Für das Championat am Nachmittag, wo dem Gewinner das Kultauto Fiat 500 winkt, und den Großen Preis am Sonntag werden Fernsehübertragungen erwartet.

Sportlich ist ebenfalls Gutes zu erwarten. Der offizielle Nennungsschluss ist in der kommenden Woche. Aber die Erfahrung hat gelehrt, dass man in Münster bis zum Dienstag vor Turnierbeginn offene Ohren für die Wünsche aus dem Reiterlager hat. Ganz gleich, ob Absagen hingenommen werden müssen oder Startzusagen erteilt werden können.

Namhafte Größen dabei

Mit Eva Bitter, Gert-Jan Bruggink, den Gebrüdern Haßmann, Vater und Sohn Nieberg, Mario Stevens, Pa­trick Stühlmeyer, Maurice Tebbel und Philipp Weishaupt sind schon namhafte Größen gemeldet. Und weitere werden kommen.

In der Dressur sieht es ähnlich aus. Stars und Sternchen sind angesagt, weitere stehen in der Warteschlange. So wie immer in Münster.

Quelle: http://www.wn.de/Sport/Lokalsport/Muenster/2201651-Reiten-K-K-Cup-Tradition-und-Moderne-vereint-beim-K-K-Cup